Der Rest des Spiel ... naja ... war dann ziemlich belanglos. Es ging nur noch darum, Hirschkühe schnellstmöglich flach zu legen um als erster an 10 Siegpunkte zu kommen. Das ist tödlich fürs Spiel. Einhellige Meinung der Donnerstagsspieler, die heute am Dienstag spielen: Schönes aber schlechtes, weil absolut belangloses Spiel. Gibt es noch eine Chance für ANTLER ISLAND, wenn das Spiel sofort mit Kämpfen los geht?
26 Februar 2008
+ ANTLER ISLAND
gespielt von den Donnerstagsspielern
Der Rest des Spiel ... naja ... war dann ziemlich belanglos. Es ging nur noch darum, Hirschkühe schnellstmöglich flach zu legen um als erster an 10 Siegpunkte zu kommen. Das ist tödlich fürs Spiel. Einhellige Meinung der Donnerstagsspieler, die heute am Dienstag spielen: Schönes aber schlechtes, weil absolut belangloses Spiel. Gibt es noch eine Chance für ANTLER ISLAND, wenn das Spiel sofort mit Kämpfen los geht?
25 Februar 2008
+ ANTLER ISLAND - Das 99. Treffen (7/2008)
ANTLER ISLAND von Fragor Games:Die Liebe unter Hirschen, darum geht es hier. Wir sind nicht so sensibel, dass wir uns nur mit dem Küssen abgeben. Wir stellen uns dem Spiel, lassen unseren Hirsch richtig ran … an die Kühe, die auf die Insel strömen. Je mehr wir davon flachlegen, desto besser. Allerdings nutzt die höchste Vermehrungsrate gar nichts, wenn man nicht mindestens ein Mal siegreich gegen einen anderen Hirschen gekämpft hat. Dazu braucht man ein prächtiges Geweih und Futter für die Ausdauer.
So rennen die Hirsche über die Insel. Vier Aktionschips und eine Bluffchip werden den vier Aktionen Laufen, Fressen, Vermehren und Wachsen zugeordnet. Letzteres sorgt für ein starkes Geweih für die Kämpfe und für Bonuschips, sobald man ein Vier-, Sechs- oder gar Achtender ist.
Die Aktionen werden hübsch der Reihe nach abgearbeitet, zuerst führen alle reihum die Aktion aus, bei der der Chip mit Nr. 1 liegt, usw. Eine Aktion (X auf dem Chip) darf man an beliebiger Stelle einbauen. Das ist wichtig, denn Hirsche haben durchaus die Neigung vor einem wegzulaufen oder einem bei einer Kuh zuvorzukommen. Durch den X-Chip kann man flexibler entscheiden, wie die Reihenfolge der eigenen Aktionen aussehen soll.
Ersteinschätzung: Das Spiel sieht gut aus, die Hirschfiguren sind toll, der Plan ganz einfach, wird aber doch recht eindrucksvoll zu einem dreidimensionalen Plan aufgebaut.ANTLER ISLAND hat ein Vorspiel, das sich hinziehen kann. Man macht und tut, gerade zu dritt kann man sich auch gut aus dem Weg gehen. So ist es kein Wunder, dass alle gegen Ende – so mit 8 bis 11 erfolgreichen Vermehrungen – beginnen, aufeinander Jagd zu machen. Der Kampf ruft – der Höhepunkt naht. Da zeigt sich dann auch deutlich, dass wer zu früh … attackiert, mitunter gelackmeiert ist. Der Unterlegene verliert eingesetzte Futterchips und ein Geweihteil und wird auch noch Opfer des nächsten ungeschwächten Angreifers. Trotzdem, das Spiel hat was. Es hätte mehr, wenn sich das Vorspiel aus fressen, wachsen und poppen sich nicht eine Stunde hinziehen würde. Außerdem darf man sich keine Fehler erlauben. Herbert hat seinen in die Reichweite von Wolfgangs angriffslustigen Hirsch gebracht und damit Wolfgangs Sieg bereitet.
Gewinner: Wolfgang nimmt als vorletzte Aktion Herberts Hirsch auf die Hörner, schickt dann seinen Hirsch zur bereitstehenden Kuh und gewinnt mit 13 Punkten. Die erforderlichen 12 Siegpunkte sind erreicht. Wolfgang erreicht 12 für flachgelegte Hirschkühe und einen dafür, dass sein Hirsch auf der zweiten Ebene der Insel steht. Gregor kommt auf 12 Punkte (für 9 Hirschkühe und 3 Punke als Platzhirsch ganz oben auf der Insel – hat Wolfgangs Hirsch im letzten Kampf bezwungen und verdrängt). Herbert hatte eindeutig das beste Vorspiel, aber keine Kraft fürs Finale.
18 Februar 2008
+ GIGANTEN DER LÜFTE + QUEST FOR THE PRINCESS - Das 98. Treffen (6/2008)
Das ist ein Würfelspiel, bei dem genau vorgegeben wird, mit wie vielen Würfeln in welcher Farbe eine Karte erobert werden kann. Welcher Wert erreicht werden muss, gibt die Karte vor. Weiße Würfel sind die schwächsten (bis 3 Augen), schon besser sind die roten (bis 5 Augen) und die wertvollen schwarzen (4, 6 & 8 Augen) Würfel. Erwürfelte Karten verschaffen Modifikationen für kommende Würfe, oder man kommt an rote und schwarze Würfel. Erst damit kommt man an wertvolle Ausbauten der eigenen Luftschiffwerft. Man sollte aber bei aller Optimierung der eigenen Werft nicht vergessen, Punkte zu machen. Man muss nur die entsprechenden Luftschiffkärtchen erwürfeln, sich am Ausbau der Hindenburg beteiligen. Was einem natürlich umso leichter fällt, je mehr Würfel man zur Verfügung hat. Scheitert man, erhält man zum Trost einen Bonuschip (+1 auf einen Würfelwurf).
Ersteinschätzung: Die Luftschiffe sind nur Staffage – zugegeben eine hübsche. Also würfelt man so vor sich hin, schaut wo man günstig Siegpunkte abgreifen kann, oder welche Ausbaukarte zusätzlich zu neuen Würfeln, besseren Modifikatoren auch noch Siegpunkte bringen. Und dann ist das Spiel plötzlich zu Ende. Wir haben erst noch weiter gespielt und eine Siegbedingung einfach übersehen. Das war uns anscheinend wirklich zu kurz … obwohl unser gemeinsames Fazit ist: Kann man spielen, muss man aber nicht.
Das Thema gebietet noch einen Klimmzug, um der braunen Vergangenheit zu entgehen. Die LZ 129 Hindenburg ist während der Nazi-Zeit gefahren und 1937 in Lakehurst verbrannt. Da alle Spieler über die Fahnen ihrer Länder (USA, Frankreich, Italien, Deutschland) definiert werden, hat Queen Games „Schwarz, Weiß, Rot“ als Fahne für das Deutsche Reich gewählt. Das ist zwar allemal besser als … aber thematisch hätte man die Fahnen besser weglassen sollen.
Gewinner: Wolfgang gewinnt – mit goldenem Würfelhändchen und Augen für Siegpunkte kommt er auf 16 Punkte. Herbert erwürfelt 10 und Gregor 7 Punkte.
QUEST FOR THE PRINCESS von Elvenear Games:15 Runden beeindruckt man die Prinzessin, 15x werden Karten ausgespielt, dann steht man vor dem Drachen. Unterwegs trabt man an die Spitze, macht Kunststücke, schlägt sich mit den anderen Rittern oder kämpft in Turnieren. Alles wird über Karten im Wert von 1 bis 15 gesteuert, die jeweils drei Funktionen beinhalten. Je nach Lage zur Tischmitte, wird geritten, gekämpft oder eine Show gemacht.
Ersteinschätzung: Das Spiel ist hübsch, das Spiel ist originell. Wenn man sich mit einem anderen Ritter haut, bekommt man die oberste Karte des unterlegenen Ritters. Man muss schon genau hinsehen, wie sich die Ritter durch die Kämpfe Stück um Stück zerlegen. Erinnert irgendwie an DIE RITTER DER KOKOSNUSS, wo auch einem Ritter alles Mögliche abgeschlagen wird, er aber trotzdem weiterkämpfen will. Kämpfe sind aber eher nebensächlich, weil nicht wirklich lukrativ. Erst ab der 10. Geländekarte (von 15) darf man einen fremden Ritter erschlagen, um ihn so aus der Wertung zu bringen. Tote Ritter können nicht um die Hand der Prinzessin anhalten. Besser ist es in Führung zu liegen, wenn sich das Gelände ändert. Lukrativ ist auch eine gute Show, statt zu traben oder zu kämpfen legt man einfach bis zu vier Karten aus. An drei Stationen beeindruckt das die Familie der Angebeteten. Eigentlich nur damit kommt man die fetten Punkte, so man nicht unterwegs stirbt. Wir waren nur zu dritt, insofern hielt sich das Gewusel mit den Karten noch halbwegs in Grenzen. Keiner würde das Spiel allerdings zu fünft spielen, Turniere sind dann aufwendig, Ritter werden sterben, wenn vier auf einen einschlagen – was durchaus möglich ist und bestimmt Wolfgang als ersten treffen wird.
Schön ist das Spiel und auch originell, aber um das zu erkennen reicht es schon, die Karten anzuschauen und die Regel zu lesen. Die ist wirklich lesenswert, zumindest unsere deutsche Regel: „Unsere Helden haben jetzt eine perfekte Möglichkeit eine guten Eindruck auf der Prinzessin zu machen.“ Und das machen Helden wirklich gerne …
Gewinner: Gregor ist der Held der Stunde und gewinnt halb tot, aber mit den tollsten Kunststücken und 17 Punkten. Herbert erreicht 11 Punkte und der kämpfende Wolfgang – der Gregor beinahe erschlagen hätte, wenn er nicht am Ende so schnell davon getrabt wäre – erzielt schlappe 8 Punkte.
11 Februar 2008
Das 66. ausgefallene Treffen
04 Februar 2008
+ HAMBURGUM + GISBORNE - Das 97. Treffen (5/2008)
HAMBURGUM von Eggert Spiele:Jetzt wissen wir ganz genau, wie wir es spielen müssen. Besonders Rainer hat die Regel drauf, er hat sie durchgearbeitet und uns die wesentlichen Fehler unserer letzten Partie vor Augen geführt.
1. alle Wertungen für Personen beziehen sich ausschließlich auf eigene Personen in der Stand, Ausnahme: das Plättchen vom Dom bezieht sich auf alle Bürger in der Stadt (wobei diskutiert wurde ob es sich nicht nur auf Bürger des Plättchenbesitzers beziehen, die sich irgendwo in der Hamburg befinden – dies wurde aber als abwegig beschieden, da dieses Plättchen ansonsten ziemlich wertlos wäre).
2. nicht nur bei jeder Wertung sondern bei jedem Kirchenbesuch darf man am Ende nur ein ungewertetes Plättchen jeder Sorte besitzen, was automatisch zu häufigeren Zwischenwertungen und so zu insgesamt weniger Punkten führt.
Wollen wir hoffen, dass es uns jetzt gelungen ist, HAMBURGUM fehlerfrei zu spielen.
Ersteinschätzung: Diese Partie kam insgesamt recht gut an. Für Wolfgang hat sich durch die „richtigen“ Regeln das Spiel deutlich verändert. Insgesamt verfolgt er aber immer noch die alte Strategie, für Kirchen zu spenden und möglichst auch zu vollenden. Es gelingt ihm bei drei Kirchenbauten, sogar bei den ersten beiden fertig gestellten Kirchen. Gregor kümmert sich ebenso wie Herbert eher um Gebäude. Zwischenzeitlich lag Herbert abgeschlagen zurück, konnte aber durch die gute Kombination von Bürgern und Kirchenplättchen viele Punkte machen und Gregor noch überholen. Gregor hat sich zu sehr um Einkommen gekümmert und fühlte sich dadurch gegen Ende abgehängt. Sein Fazit: In der ersten Partie hat man immer das Gefühl, irgendetwas falsch zu machen. Stimmt! Trotzdem hat HAMBURGUM auch ihm gefallen.
Gewinner: Wolfgang gewinnt – sicher Dank der Erfahrungen aus der Partie mit Rainer – mit 109 Punkten. Herbert wird mit 88 Punkten noch Zweiter vor Gregor mit 82 Punkten.
GISBORNE von Clementoni:
Wir sind echte Profis und spielen eine neuste Neuheit aus Nürnberg – ein Laufspiel auf variabler Strecke. Angetrieben werden die Figuren über Karten (Bronze, Silber, Gold). Bis zu fünf Karten einer Farbe darf man ausspielen, entsprechend viele Felder geht es voran. Mit goldenen Karten geht es drei oder vier Felder vor, mit Karten aus Bronze nur ein oder zwei Felder. Schießt man über die Wegstrecke hinaus, wird einfach ein neues Wegeplättchen angelegt. Die rechteckigen Plättchen haben so etwas wie Nut und Feder – das ist ganz schick.
Weil man nicht weiß, was da kommt, kann man Unbill erfahren oder Glück haben. Wenn man also Glück hat, landet man auf einem Feld mit Chip und bekommt entsprechend Siegpunkte. Gleichzeitig kommt es auch zu einer Wertung der Positionen. Wer vorne liegt bekommt drei Karten, die entweder fürs Laufen oder als jeweils ein Siegpunkt verwendet werden dürfen, der zweite zwei … nur wer hinten liegt hat keine Wahl, der Letzte muss die Karten auf die Hand nehmen. Wenn die erste Figur ins Ziel gelangt, ist nach einer letzten Wertung Schluss. Wer hat die meisten Punkte – aus gesammelten Karten und ergatterten Chips?
Ersteinschätzung: Die Überlegung ist ganz einfach: Rase ich an die Spitze oder halte ich mich eher zurück. Ersteres ist u.U. riskant, denn man kann Siegpunktchips verlieren, dadurch schwerer vorankommen … wenn man auf die falschen Felder trifft. Wer nicht so weit nach vorne prescht, kommt möglicherweise eher an die Siegpunktchips. Eher, aber nur wenn die Karten mitspielen. So kommt ein nicht unerheblicher Glücksfaktor ins Spiel. Nur mit Bronze-Karten kommt man nicht richtig vorwärts, ist nie bei den Zwischenwertungen vorne dabei … und wird so wie Gregor auf der Strecke bleiben. GISBORNE ist schon ein ziemlich einfaches Spielchen. Und hübsch gezeichnet sind die Wegeplättchen leider nicht, alles ist so farbschwach. Warum ist in der Wildnis eigentlich der Pfad plattiert?
Gewinner: Herbert ist mit 22 Punkten der perfekte Landvermesser. Wolfgang kommt auf 19 Punkte und Gregor sollte mit nur 11 Punkten niemals Land vermessen.
28 Januar 2008
+ HAMBURGUM - Das 96. Treffen (4/2008)
HAMBURGUM von Eggert Spiele:Wir bauen Kirchen – genauer: wir spenden Baumaterialien. Das machen wir aber nur um Siegpunkte einzufahren. Holz, Ziegel und Glocken gibt es nur gegen Geld, und Bares gibt es nur gegen Zucker, Bier oder Tuch. Also produzieren wir. Immer ein Handelsgut, wenn die eigene Figur auf dem entsprechenden Feld des Rondells steht. Im Rathaus erhalten wir Baugenehmigungen und dürfen Produktions- oder Amtshäuser bauen. Das verbessert die Ertragslage, aber senkt auch die Verkaufspreise. Außerdem kommen so Bürger in die Stadt. Im Kontor können wir entweder Baumaterialien kaufen oder Güter verkaufen. In der Werft bauen wir Schiffe, neue Schiffe verdrängen alte – bis sie nach drei Feldern gänzlich untergehen. Und in der Kirche wird gespendet, dafür gibt es Plättchen, für die es wiederum Siegpunkte gibt – sofort oder später.
Ersteinschätzung: Rainer konzentriert sich auf Gebäude und versucht die dazu passenden Plättchen aus den Kirchenspenden zu erhalten. Damit füllt er allein die Stadt mit seinen Bürgern. 18 Gebäude errichtet er, mithin 18 Bürger kommen in die Stadt. Wolfgang spendet fleißig für die Kirchen, baut nur zwei Gebäude und vollendet alle bis auf eine Kirche. Am Ende hat Wolfgang 18 Kirchenplättchen, Rainer nur sieben. Da ist am Ende nix zu wollen. Rainer hatte sowieso die schlechteren Karten, weil Wolfgang das Spiel schon kannte, und ihn regelrecht durchs Spiel gehetzt hat. Wann immer Rainer für seinen Zug überlegt, ist Wolfgang schon klar, was er als nächstes machen wird … und schon ist Rainer wieder am Zug und muss überlegen. Könnte es sein, dass es doch relativ schematisch zugeht – das es offensichtlich ist, was zu tun ist. Rainer spielt nicht aggressiv, verbaut Wolfgang nicht die Kirchenwertungen und vermasselt ihm seine Züge kaum. Gerade im Zweipersonenspiel ist Tempo wichtig, so darf man keinesfalls nur eine Aktion pro Rondellfeld machen. Besser man kauft massiv ein und baut offensiv. Geld zu haben ist immer gut, aber es für Gebäude auszugeben? Der Eine füllt die Stadt, was der Andere mit dem Plättchen vom Dom, für das man für jeden Einwohner der Stadt in Siegpunkt ummünzt. Oder er nimmt sich die Plättchen, die für jedes Plättchen einen Siegpunkt bringen. Wolfgang hatte drei davon, das macht 3x18 Punkte. Nicht zu verachten …
Gewinner: Wolfgang gewinnt ... oder vielleicht auch nicht. Wir haben bei der Wertung ein paar Fehler gemacht. Da müssen wir wohl noch einmal antreten.
21 Januar 2008
+ DIE WIEGE DER RENAISSANCE + HANDELSFÜRSTEN - Das 95. Treffen (3/2008)
DIE WIEGE DER RENAISSANCE von DDD-Verlag:Ja, wo, wie, was? Das sind überhaupt die Fragen. Man sammelt Karten – das bestimmt! Wofür? Na damit man bei Wertungen die Mehrheit in der gefragten Sorte hat. Aha! Und wann kommt es zu Wertungen? Immer dann, wenn eine Karte mit den passenden Klötzchen bestückt ist. Je eine Karte liegt zwischen den Spielern – nur für die direkten Nachbarn erreichbar – und eine in der Mitte. Da dürfen sich alle engagieren, aber wenn erstmal Klötzchen in zwei Farben dort liegen, ist die Karte für den Dritten Tabu. Und sind die roten bzw. blauen Felder komplett mit Klötzchen belegt, kommt es zu Duell mit den Karten. Wer hat mehr? Wer hat wie viele Karten mehr? So viele Klötzchen muss der Verlierer des Duells an den Gewinner abgeben. Der muss dafür Karten abgeben, der Gewinner behält seine Karten. Und wer am Ende – wenn nur noch zwei Karten zwischen den Spielern bzw. in Tischmitte liegen – die meisten Klötzchen hat, gewinnt! So einfach …
Ersteinschätzung: … ist es natürlich nicht. Das Spiel ist in höchstem Maße abstrakt, das Thema und die hübsch Ausstattung reine Makulatur. Der Zugang wird einem nicht gerade leicht gemacht, da sich aus dem hübschen Thema leider nichts ableiten lässt und besonders Gregor so seine Schwierigkeiten mit dem Spiel hat. Wohl nicht zu Unrecht spielt man die erste Partie ins Blaue, weiß so recht nicht, was gut und was schlecht ist. Man muss immer im Auge behalten, mit wie viel Aufwand man auf welchen Karten ein Duell gewinnen kann, und wo man sich besser raus hält weil der Verlust an Klötzchen verkraftbar ist.DIE WIEGE DER RENAISSANCE ist wirklich nicht jedermanns Spiel, da man durchs Knie ins Hirn schießen muss und die Regel eine nicht zu unterschätzende Hürde darstellt. Gregor fand es vollkommen daneben, Wolfgang eher naja, Herbert fand es gut. Ganz ohne Frage wohl deshalb, weil es so anders ist und durchaus auch ein paar interessante Ideen beinhaltet. DIE WIEGE … wird bei uns aber wohl kaum noch eine Chance bekommen.
Gewinner: Herbert hat am Ende 10, Wolfgang 8 und Gregor 3 Klötzchen. Kein Wunder also, das Gregor dieses Spiel gar nicht behagte.
HANDELSFÜRSTEN von Pegasus:Ein Knizia! Da wissen wir doch gleich, dass das Thema auch wieder keine Rolle spielt. Man sammelt Karten in sechs Farben, auf die Tisch liegen ebenfalls sechs Karten. Entweder man nimmt zwei Karten auf oder man legt beliebig (max. 6) Karten einer Farbe auf die bereits liegenden Karten. Dann wird verschifft. Jeder Eigner eines Schiffes, das einen Warenstein dieser Farbe transportiert, bekommt so viel Geld, wie gerade Karten derselben Farbe oben liegen. Zwei Schiffe hat man, macht also maximal 12 Taler. Das ist der zweite Teil des Zuges, im ersten darf man einen Warenstein tauschen, Sonderkarten kaufen oder auch nichts tun.
Wer Sonderkarten kauft, erkauft sich damit Zusatzoptionen (ein neues Schiff, immer ein Karte bekommen, ein Warenklötzchen außer der Reihe tauschen, immer zwei Taler extra bekommen). Das investierte Geld ist allerdings futsch, Karten zählen am Ende nix. Der reichste Spieler gewinnt.
Ersteinschätzung: Dieses Kartenspiel ist eine lockere Sache und spielt sich flott runter. Kauft man Sonderkarten oder nicht? Diese Frage können wir noch nicht beantworten. Jeder hat eine andere, Gregor sogar zwei Karten gekauft. Und jeder hat nach der Partie gesagt, beim nächsten Mal lieber eine andere Karte kaufen zu wollen. Die Grafik findet nur Wolfgang ziemlich bescheiden. Ockerfarbiger Hintergrund mit Schülerzeichnungen drauf, das gefällt ihm nicht. Das Geld – Pappchips – ist eher spartanisch. Ansonsten kam das Spiel als Füller gut an.
Gewinner: Herbert gewinnt vor Gregor und Wolfgang. Und hätte Gregor sein Geld nur für eine und nicht für zwei Karten ausgegeben, hätte er gewonnen. Hat er aber nicht!
20 Januar 2008
Fundstücke: DER ONKEL WARTET SCHON
14 Januar 2008
+ TAMMANY HALL + WADI - Das 94. Treffen (2/2008)
Es geht um Mehrheiten – bei Wahlen, also Gebieten, hier um Wahlkreise in New York. Vier Runden werden Wahlhelfer in die einzelnen Wahlkreise geschickt, entweder zwei oder nur einer. Falls nur einer kommt, darf man ein Immigrantenklötzchen in ein einen Wahlkreis legen. Engländer (rot), Iren (grün) und Deutsch (gelb) sind schon auf dem Plan, Italiener (blau) kommen erst noch nach New York.
Nach jeweils vier Runden wird gewählt, vier Wahl insgesamt. Wer zur Wahl noch die meisten Wahlhelfer auf dem Plan hat, wird Bürgermeister. Das bringt drei Siegpunkte extra, zusätzlich zu den Siegpunkten, die man für verbliebene Wahlhelfer erhält. Nach der ersten Wahl verteilt der frisch gewählte Bürgermeister Posten und Pöstchen an die Konkurrenten. Jeder Posten ist auf seine Weise lukrativ, damit lassen sich Immigranten, Wahlbezirke, Wahlhelfer … manipulieren. Nach Vier Wahlen, also 16 Spielzügen, ist Schluss. Sieger ist derjenige mit dem größten Überblick und folglich dann auch mit den meisten Siegpunkten.
Zugegeben, TAMMANY HALL hat Potenzial, aber es bedarf dringend besseren Materials für bessere Übersicht. Dann packen wir es vielleicht sogar – ganz bestimmt! – noch mal an, so kommt es zum …
Gewinner: Abbruch, denn nach zwei Runden war der Qualm der Köpfe so stark, dass wir nicht weiter konnten bzw. wollten. Gregor lag zu diesem Zeitpunkt fast uneinholbar mit 16 Punkten in Vorsprung. Da haben die anderen gepennt. Gregor ist zwei Mal Bürgermeister geworden und hatte demzufolge immer die meisten Wahlhelfer auf dem Brett. Beides macht in Summe zu viele Punkte, als dass ihn Rainer (7 Punkte), Wolfgang oder Herbert (beide 6 Punkte) in den kommenden zwei Wahlen noch vom Thron stoßen könnten.
WADI von Emma Games:Der Spielplan wird aus quadratischen Plättchen gelegt, Felder mit einer, zwei oder drei Wasserstellen … und mit Wasser. Die Wasserplättchen bilden in der Auslage aneinander gelegt die Wadis, deren Wasser die Spieler aufs Land pumpen. Dazu kann man erst einen Schaduf (Pumpe) bauen und dann eine Wasserplättchen in Reichweite aufs Land pumpen oder zwei Mal pumpen. Da Wasser niemandem gehört, kann man auch Wasser auf Wasserstellen von einem Landfeld zum nächsten Pumpen. Schließlich will man Punkte machen, die man nur erhält, wenn lukrative Wasserstellen von einem eigenen Schaduf (alle umliegenden Felde) bedient wurden.Möglicherweise hätten wir auch anders spielen müssen. Herbert meint, dass es wichtig sei, sich selbst die Option zum Pumpen zu nehmen, um am Ende entgegen der Bauregel „A“ einen Schaduf unmittelbar angrenzend zu einem fremden Schaduf errichten zu dürfen.
Insgesamt ein flottes Spiel mit leider einem unbefriedigenden Endspiel und einer kleinen Regellücke. Wie ist die Fließrichtung der Wasserscheiben, wenn zwei Wadis rechtwinklig aufeinander treffen? Die Regel schweigt … das Spiel geht unter.
Gewinner: Rainer gewinnt trotz Denkblockade mit 21 Punkten. Im Endspiel nimmt er Gregor drei Punkte ab und gewinnt dadurch Gregor gegenüber fünf Punkte dazu. Überhaupt kommt es darauf an, gegenüber dem ärgsten Konkurrenten Punkte gut zu machen, indem man das Wasser aus der Reichweite seiner Schaduf in die Reichweite nur der eigenen bzw. Schadufs zurückliegender Spieler pumpt. Herbert kommt auf 18, Wolfgang auf 17 und Gregor auf 16 Punkte. Gregor hätte eigentlich 19 Punkte und wäre Zweiter geworden, hätte nicht Rainer …
07 Januar 2008
+ KINGSBURG + COBRA - Das 93. Treffen (1/2008)
KINGSBURG von Truant:Dieses Würfelspiel ist den Montagsspielern – außer Wolfgang – noch gar nicht bekannt. Die Regeln sind schnell erklärt, der ersten Partie steht nix im Wege. Wie es funktioniert steht bereits in Blog.
Ersteinschätzung: KINGSBURG kann dauern, noch länger wenn Gregor mitspielt. Da gab es doch einiges zu überlegen und zu grübeln, wo welche Würfel platziert werden … und was man überhaupt bauen soll. Trotzdem schaffen wir die Partie innerhalb von 90 Minuten, das ist für Einsteiger schon ganz gut. Obwohl Stimmen laut werden, dass KINGSBURG doch viel zu lang sei. Kein Wunder, denn nach der vierten Runde, wird ziemlich deutlich, wer gewinnt und wer nicht.
Diesmal entpuppen sie die Feinde als nicht so läppisch. Die königlichen Soldaten kommen nicht in der erforderlichen Anzahl. Allerdings sind die Feinde doch eher human, denn niemand muss ein Gebäude abreißen.
In dieser Runde spielt nur Wolfgang eher konservativ, setzt auf Verteidigung, baut frühzeitig die Gilde der Zauberer und dann die Kirchenreihe bis zur Kathedrale aus. Herbert baut auf die unterstete Spalte und erhält im Mittelspiel dank der Botschaft immer einen Siegpunkt pro Produktionsphase. So eine Strategie ist in allen früheren Partien nie gespielt worden. Alle außer Wolfgang setzen nicht wirklich auf Verteidigung. Rainer verliert sicher auch, weil er in einigen Produktionsphasen keine Rohstoffe erhalten hat.
In dieser Partie hat niemand auf den Bauernhof gespielt. Komisch eigentlich … einen Würfel mehr ist doch wirklich nicht schlecht. Zumal doch behauptet wird, dass wer gut würfelt, mehr vom Spiel hat. Ist aber trotzdem insgesamt eher positiv angekommen.
Gewinner: Wolfgang, weil schon erfahren, gewinnt mit 49 Punkten. Herbert mit Botschaftstrategie folgt mit 36 Punkte, Gregor kommt auf 33 und Rainer auf nur 30 Punkte.
COBRA von Chili Spiele:Klaus Zoch hat jetzt wieder seinen Kleinstverlag und produziert fleißig. Drei Spiele hatte er in Essen dabei, COBRA landet jetzt als kurzer Absacker auf dem Tisch.
Man baut drei Schlangen, genauer Türme, die ziemlich instabil sind. Die Segmente bestehen aus schräg angesägten Zylindern, die aufeinander gestapelt werden müssen -immer abwechselnd ein neutrales und ein farbiges. Die farbigen Segmente sind den Spielern zugeordnet, allerdings geheim. So weiß niemand genau, wessen Teile man in den Einer-, Zweier- oder Nuller-Topf setzt. Außerdem darf man noch den einen Schlangenkopf einsetzen bzw. versetzen. Ist der Kopf bei Spielende auf dem Nuller-Topf, zählen alle farblichen Segmente zwei Punkte ansonsten nix. Ist er auf einem anderen Topf, zählen alle Segmente eben null statt einem bzw. zwei Punkte.
Das Spiel endet, wenn alle Teile verbaut oder eine Turmschlange umfällt. Letzteres ist bei uns eingetreten.
Ersteinschätzung: Als „Verlegerle“ hat Klaus Zoch sicherlich eine Bonus, wenn es um die Beurteilung seiner Spiele geht. Aber wie weit reicht der? … nicht bis an unseren Spieletisch, denn das Spiel ist laut Gregor ein „taube Nuss.“ Recht hat der Mann, diese Mischung aus Geschicklichkeit und ein bisschen HEIMLICH & CO braucht niemand wirklich, schon gar nicht für 30 Euro. Wir sind glücklich, dass Rainer den Turm umschmeißt und das Spiel als glücklicher Verlierer beendet. So ein Quatsch, das brauchen wir nicht nochmal!
Gewinner: Herbert ist der souveräne Sieger und freut sich über drei Punkte. Wolfgang kommt auf zwei und Gregor auf null Punkte. Alle seine Steine sind im Nuller-Topf gelandet. Hatte er etwa die Hoffnung noch den Schlangenkopf ins Spiel zu bringen? Er hat nicht mit Rainer gerechnet, der ausgerechnet auf dem instabilsten Turm einen Stein absetzen will. War das pure Absicht? Klar, aber dadurch verliert Rainer auch dieses Spiel.
31 Dezember 2007
Das 63., 64. und 65. ausgefallene Treffen
Dieser Rekord muss festgehalten werden. 9x in Folge spielen wir nicht. Zwei Mal ist es immerhin den feiertäglichen Umständen geschuldet. Weihnachten und Sylvester spielen wir nicht, jedenfalls nicht in der Montagsrunde.
19 Dezember 2007
2. Kollegenspielen (im Blog):
Tribun + Racko
TRIBUN von Moskito bzw. Heidelberger: Tribun ist schon bei den Montagsspielern gelaufen. Erneut bereitet es ein wenig Schwierigkeiten, die Regeln und vor allem das Zusammenspiel der einzelnen Elemente rüber zu bringen. Was man wann und wie am besten macht, ergründet sich erst in der Partie – zumal es ein paar Details gibt, die man gerne unterschlägt, sofern man das Spiel selbst schon kennt und zwei Mitspieler noch nicht. Macht aber nix, wir fangen nach eine dreiviertel Stunde Regel- und Taktikerläuterungen an zu spielen – die einfachste Siegbedingung für drei Spieler. Fünf von sechs Siegbedingungen müssen es werden, der Tribun ist nicht zwingend vorgeschrieben.Ersteinschätzung: Eigentlich ging TRIBUN viel zu schnell zu Ende, wir spielen nur knapp ein Stündchen an dieser Partie. Zu dritt ist natürlich viel Platz auf dem Brett, da kommt man in der Regel an die gewünschten Karten. Jürgen setzt gerne eine, oft sogar zwei Figuren in die Katakomben, so kann er sich für dann fünf Sesterzen zwei hoffentlich passende Karten aussuchen. Gleichzeitig führt er die Fraktion der Gladiatoren und kann sich die Kohle, die er selbst in die Katakomben gelegt hat, wiederholen. Ein geschickter Zug …
Einhellige Meinung: In der ersten Partie erschließt sich das Spiel, es macht Spaß Tribun zu spielen. Aber man muss es häufiger Spielen.
Gewinner: Wolfgang hat nach ca. einer halben Stunde schon drei der fünf Siegbedingungen erfüllt. Mit Glück erhält er die dauerhafte Gunst der Götter schon in der zweiten Runde, sammelt Lorbeeren und vier Fraktionen. Dann kommen Jürgen und Bianca wieder an den dann erstmal kartenlosen Wolfgang heran. Am Ende gewinnt Wolfgang (mit Tribun aber ohne 30 Sesterzen) vor Jürgen (4 erfüllte Siegbedingung incl. Tribun) vor Bianca (3 Siegebedingungen und Sesterzen satt). Bianca hätte den Sieg von Wolfgang fast verhindert, hätte sie mit ihren Sesterzen bei der Versteigerung von drei Karten gewuchert statt zu knausern.
Ein klassischer Absacker zum Schluss. RACKO muss sein, besonders wenn Bianca dabei ist – auch wenn sie dann doch knapp verliert.
17 Dezember 2007
Das Ende der Montagsspieler - Das 62. ausgefallene Treffen
In allerletzter Sekunde sagt Rainer ab. Seine Kinder haben Karateprüfung und er hat es nicht gewusst ... bis ca. 18:00. Hoffentlich kriegt er ein paar Schläge ab. Gregor ist sowieso auf einer dienstlichen Veranstaltung und hat rechtzeitig abgesagt. Und wenn auch Rainer nicht kommt, dann geht nix mehr. Herbert schlachtet also heute abend Monster, und Wolfgang spielt am Mittwoch mit den Kollegen.
10 Dezember 2007
Das 61. ausgefallene Treffen
05 Dezember 2007
1. Kollegenspielen (im Blog):
Kingsburg
KINGSBURG von Truant:Ja, es ist ein Würfelspiel. Wirklich? Klar, es sind viele Würfel im Spiel und in der Regel würfelt man ja auch mit drei Würfeln, aber es nicht alles. Die Würfel wird man – einzeln oder zu mehreren – einem Berater zuordnen, der einem Vorteile verschafft. Man erhält Rohstoffe, einzeln oder mehrere, Siegpunkte, Söldner. 18 Berater – in den Werten von Eins bis 18 Augen – dürfen mit Würfeln besetzt werden. Aber immer nur einer von einem …
Dreimal pro Runde darf man mit den Rohstoffen bauen. Es entstehen Häuser, die einem wiederum Vorteile gewähren und – ganz wichtig – Siegpunkte liefern.
Gegen Ende eines jeden der fünf Durchgänge kommen ein paar Wilde, um Häuser einzureißen oder Siegpunkte zu stehlen. Man muss sich in Maßen wappnen, um diese Angriffe zumindest zu bestehen. In der Anfangsphase ist das eher eine banale Aufgabe, gegen Ende aber umso wichtiger.
Ersteinschätzung: KINGSBURG dauert, weil man doch darüber nachdenken muss, welche Berater man engagieren will und welche Möglichkeiten die anderen haben, sich genau diese gewünschten Berater unter den Nagel zu reißen. Aber auch wenn eine Partie gute 90 Minuten dauert, es hat keinen wirklich gestört. Das Spiel ist eher einfacher Natur und die Würfelei trägt das Spiel ganz gut. Wenn’s nicht klappt, lag’s an den Würfeln. Wenn gut läuft, wird viel gebaut. Da man aber pro Durchgang nur drei, u.U. auch vier, Gebäude errichten darf, muss man sich entscheiden. Schließlich stehen 20 verschiedene Gebäude zur Auswahl. Baut man nur Kirchen, erhält man zwar viele Siegpunkte, ist aber möglicherweise bei Angriffen schutzlos.
Natürlich läuft es mit hoher Augenzahl besser, aber auch mit weniger Augen kommt man noch an Rohstoffe. Das ist ganz gut tariert. Niemand wird übermäßig benachteiligt, nur weil die Würfel schlecht fallen.
Die Grafik ist eher nicht jederfraus Geschmack. KINGSBURG hat seine Wurzeln offensichtlich im Reich der Fantasy.
Gewinner: Bianca lag lange in Führung. Wie ein Eichhörnchen hat sie Siegpunkte gesammelt, hier einen, da einen. Am Ende kam der große Showdown, die Barbaren mit Wert 8 setzten allen zu. Besonders Jürgen und Claudia … beide mussten ein wertvolles Gebäude einreißen. Genauso wie Bianca, die dadurch ihren Sieg verspielt. Bei der letzten Partie war es viel einfacher gegen die Angreifer zu bestehen, aber diesmal fruchtete die Strategie mit Bauernhof und wenig Verteidigung nicht. Letztlich gewinnt Andrea mit 40 Punkten. Sie hat die meisten Gebäude errichtet. Wolfgang kommt auf 33, Bianca auf 32 Punkte. Claudia und Jürgen sind noch mal 10 Punkte dahinter (22 bzw. 21 Punkte).
03 Dezember 2007
Das 60. ausgefallene Treffen
26 November 2007
Das 59. ausgefallene Treffen
19 November 2007
Das 58. ausgefallene Treffen
12 November 2007
Das 57. ausgefallene Treffen
05 November 2007
92. Treffen (28/2007):
+ TRIBUN
TRIBUN von Moskito bzw. Heidelberger:So lange wie wir auf ein neues Spiel von Karl-Heinz Schmiel gewartet haben, brauchen wir für die Regel nicht. Eine halbe Stunde ist aber erforderlich, damit alle wenigstens im Groben begriffen haben worum es geht. Wie es geht – das ergründen wir in den anschließenden 90 Minuten.
Wir sammeln Karten – auf verschiedenen Plätzen Roms. Mal liegen sie offen, mal verdeckt, immer müssen wir was bezahlen und auch an einer Stelle um die Karten bieten. Es geht immer der Reihe nach, Bereich für Bereich wird abgearbeitet. Die Karten benötigt man, um die Mehrheit bei einer von sieben Fraktionen Roms zu erhalten. Einmal errungen liefert jede Fraktion Runde für Runde Vorteile, aber für wie viele? Der Kampf entbrennt, Übernahmen sind lukrativ ... besonders wenn Anführer im Spiel sind.
Leider kann man nicht überall agieren. Man ist beschränkt auf fünf Aktionen (bei vier Spielern), da muss man sich schon gut überlegen und darf auf keinen Fall die Siegbedingungen aus den Augen verlieren. Vier muss man erreichen – aus unterschiedlichen Bereichen. Einmal geht’s ums Geld, dann um Lorbeer-Punkte, um Legionen um die Gunst der Götter … vier müssen es sein, dann ist TRIBUN zu Ende.
Ersteinschätzung: Das Spiel hat uns mitgenommen … erst fanden wir es anstrengend, weil wir es nicht sofort auf den Pinn gekriegt haben. Aber man kommt gut rein – man wird förmlich ins Spiel gesaugt. Kalle Schmiel ist ein echter Profi, der seine Spiele nicht mechanisch anlegt sondern Mehrwert bietet. Man kann und muss sich einen Haufen Gedanken machen, wann und wo man agiert, zumal das Kartenglück nicht ohne ist. Baut man auf Gladiatoren, um das mitunter viele Geld aus den Katakomben zu erhalten? Oder auf die Plebejer, um irgendwann zum Tribun zu werden? Oder auf Prätorianer und ihre Legionen? Viele Fragen, viel Tiefgang, viel Spielspaß. Bereits nach einer Partie ein echtes Highlight. TRIBUN ist nicht im Trend der Optimierungs- bzw. Mangelspiele, es ist an der Spitze.
Gewinner: Herbert setzt kurz vor Schluss aufs Geld und erfüllt vier Siegbedingungen. Gregor und Wolfgang stehen auch kurz davor. Wolfgang hätte es in der nächsten Runde geschafft, Gregor eigentlich schon in derselben Runde wie Herbert – dann hätten Punkte für die unterschiedlichen Siegbedingungen den Ausschlag gegeben. Es ist aber nicht dazu gekommen, weil Gregor in dieser Runde mehr Geld ausgibt als er einnimmt. Ironie des Schicksal: Herbert greift das Geld über die Katakomben ab, das Gregor zu viel ausgegeben hat.
